Das war die Hanfparade Kiel 2016

Das war die Hanfparade Kiel 2016

Wir danken allen die gekommen sind sowie unseren Unterstützern!

Hier ein Zusammenschnitt der Hanfparade durch Kiel-Gaarden am 3. September 2016.

Wir haben darauf geachtet keine Frontal- bzw. Nahaufnahmen von Personen zu zeigen, die wir nicht kennen. Sollte sich dennoch jemand sehr erkannt fühlen, dann bitte an den Kreisverband Kiel der Piraten wenden (piratenpartei-kiel.de ).

Hasch macht lasch!

„Hasch macht lasch!“

Ein Argument gegen die Legalisierung, das wir in letzter Zeit immer wieder zu hören bekommen, lautet: „Hasch macht lasch!“

„Hasch macht lasch!“ Ja, kann schon sein, aber warum müssen sich ausgerechnet Kiffer immer wieder für ihre Vorliebe rechtfertigen? Tabak macht immerhin lungenkrank und Alkohol betrunken. Am nächsten Tag gibt’s außerdem noch einen Kater obendrauf. Ob das soviel besser ist?!

Und überhaupt, im Urlaub am Strand rumliegen macht auch träge. Warum also darf man in seiner Freizeit nicht auch mal „lasch“ sein? Ist doch Privatsache, oder nicht? Im übrigen tut es der Leistungsgesellschaft vielleicht auch mal ganz gut, gelegentlich einen Gang runter zu schalten. Ständiger Leistungsdruck macht auf Dauer nämlich auch krank. Dieser Argumentation wird dann entgegnet: „Ich hatte mal einen Kollegen, der hat nichts mehr auf die Reihe bekommen. Ganz schlimm war das! Die ganze Arbeit ist an den anderen Mitarbeitern hängen geblieben.“

Gut, wer jeden Abend mehrere Tüten raucht und dann am nächsten Tag nichts mehr gebacken bekommt, der belastet damit sein Arbeitsumfeld. Aber das sind Einzelfälle. Das als Argument gegen die Cannabis-Legalisierung ins Feld zu führen ist in etwa so, als würde man jedem der ab und zu Alkohol trinkt unterstellen, Alkoholiker zu sein. Nach der Logik müsste dann also auch Alkohol verboten werden, denn Alkoholiker belasten ihr Arbeitsumfeld ebenfalls ganz extrem. Das verrückte dabei ist doch, während Cannabis verboten ist bekomme ich Hartalk und Tabak an jeder Supermarktkasse. Steht direkt oberhalb der täglichen Überdosis Zucker für die Kleinen („Quengelware“).

Also, lasst uns die Debatte bitte ehrlich führen. Und ehrlich wäre zu sagen, dass uns alle Drogen Probleme bereiten können, wenn wir es übertreiben und folglich all die Wenigen die gar keine Drogen nehmen nur zu beglückwünschen sind. Kiffer machen jedenfalls keinen Unterschied zu denjenigen, die rauchen, Alkohol trinken, sich mit Zucker vollstopfen oder noch schlimmer, ihre Kinder mit Süßigkeiten ruhigstellen und so schon ganz früh auf einen übertriebenen Konsum konditionieren. (Die Zunahme an Diabetes-Erkrankungen lässt grüßen.)

Wir wollen ja gar keine Sonderbehandlung! Alles was wir fordern sind Gleichbehandlung, Entkriminalisierung und sich nicht immer rechtfertigen müssen für das, was man im privaten Rahmen macht.

Hier zum Abschluss ein Plädoyer von Joint Venture aus den 90ern, das bis heute (leider) nicht an Aktualität verloren hat:

Landtagsdebatte zur Legalisierung von Cannabis

Landtagsdebatte zur Legalisierung von Cannabis

Im Februar diskutierte der Landtag den Antrag der Piratenfraktion „Cannabis legalisieren – Konsumenten entkriminalisieren“. Für alle die die Debatte nachverfolgen wollen, hier das Video aus der Mediathek des Landtags:

Die Rechte für Bild und Ton liegen beim Schleswig-Holsteinischen Landtag

Link zum Antrag der Piraten: http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/3800/drucksache-18-3844.pdf
Änderungsantrag der Regierungskoalition (SPD, Grünen und SSW): http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/3800/drucksache-18-3878.pdf